
Berufliche Weiterbildung kann viele Vorteile bringen, sei es, um die Karriere anzukurbeln oder bei der nächsten Gehaltsverhandlung besser dazustehen. Doch welche Weiterbildung ist für wen geeignet und wie findet man den richtigen Anbieter dafür?
Der Einstieg: Die richtigen Informationen finden
Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl an Weiterbildungsangeboten. Im kaufmännischen Bereich gibt es vielfältigere Weiterbildungsangebote als im gewerblichen Bereich, was sicherlich an der Vielfalt und der steigenden Anzahl der Berufe liegt. Welche Art der Weiterbildung gewählt wird, hängt vom individuellen Berufsbild ab und vor allem an der Wunschorientierung. Man sollte sich vorher gut darüber informieren, mit welcher Bildung man sein Ziel erreichen kann, beispielsweise gibt es oft mehrere Möglichkeiten, einen bestimmten Titel zu erreichen. Als Einstiegsinformationsquelle dienen beispielsweise die Berufsinformationszentren der Agenturen für Arbeit, oder direkt ein persönlicher Beratungstermin. Daneben gibt es natürlich diverse Informationen im Internet. Aber auch ein Gespräch mit dem Arbeitgeber ist sinnvoll: Dieser verfügt über mehr Erfahrung, kennt die Stärken und Schwächen des Arbeitnehmers und im Idealfall seinen zukünftigen Bedarf. Auch Kollegen können oft gute Tipps geben.
Was ist noch wichtig?
Zuerst sollte man sich darüber Gedanken machen, wie die Weiterbildung zeitlich aussehen soll. Es gibt verschiedene Modelle: von der Abendschule/-studium oder den Wochenendkursen neben dem Beruf bis über Vollzeitweiterbildungen. Hier gibt es verschiedene Anbieter wie z. B. die Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer, staatliche Träger oder private Institute. Auch ein Fernstudium oder der Besuch einer Fernschule ist möglich. Wer besser alleine als in der Gruppe lernen und diszipliniert arbeiten kann, sollte dieses für sich in Betracht ziehen. Die Wahl hängt oft mit dem finanziellen Aspekt zusammen. Viele Menschen sind auf ihren bisherigen Verdienst weiterhin angewiesen und müssen die Weiterbildung so nebenberuflich durchführen. Auch hier kann ein Gespräch mit dem Arbeitgeber von Vorteil sein. So gibt es Teilfinanzierungsmodelle, bei denen sich der Arbeitnehmer als Gegenleistung dazu verpflichtet, noch eine gewisse Zeit nach Ableistung der Weiterbildung im Unternehmen zu bleiben. Vorsicht vor unseriösen Anbietern: Oft werden Crashkurs-Lehrgänge zu horrenden Preisen angeboten. Die Anbieter sind oft nicht professionell und der Abschluss ist im Berufsleben nichts wert. Die Art des Abschlusses und wie er allgemein anerkannt wird, ist damit ein weiterer wichtiger Aspekt. Ein Zertifikat der IHK beispielsweise oder der klassische Fernstudium Master ist in den meisten Fällen mehr Wert als das eines nicht anerkannten Instituts. Auf den Internetseiten der privaten Anbieter sollten über den Abschluss genügend Informationen zur Verfügung stehen. Sollte dies nicht der Fall sein, kann man gegebenenfalls noch dort nachfragen. Ratgeber können hier aber auch die IHK oder die Handwerkskammer sein. Generell gilt, dass eine sorgfältig ausgewählte Weiterbildung viele Vorteile bringen kann. Eine Garantie gibt es aber nicht. Der bestehende Arbeitgeber ist nicht automatisch verpflichtet, eine bessere Position oder besseres Gehalt anzubieten. Doch wer flexibel ist, kann seine Investition nutzen und sich einen neuen Arbeitgeber oder ein neues Arbeitsfeld suchen. Was man nicht vergessen sollte ist, dass eine Weiterbildung oft an den Kräften zehrt und viel Zeit, Fleiß und Geduld kostet. Damit sie sich gelohnt hat, sollte nach erfolgreichem Abschluss jeder seine Vorteile daraus ziehen.
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